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Arten
Coenobita Cypleatus Coenobita Compressus

Krebstiere gehören zum Tierstamm der "Wirbellosen" und bilden eine äußerst artenreiche Klasse von schätzungsweise über 50.000 Spezies, von denen bisher rund 30.000 wissenschaftlich beschrieben wurden. Innerhalb dieser Klasse gibt es die Ordnung der Zehnfußkrebse, zu dieser gehören die Einsiedler. Es gibt ca. 500 - 800 Arten Einsiedlerkrebse, wobei nur ca. 16 Arten Landbewohner sind, alle anderen Einsiedler sind reine Meeresbewohner und könnten an Land nur kurze Zeit überleben.Der gigantische Palmendieb

Systematik der Landeinsiedler:

Stamm: Wirbellose
Klasse: Krebstiere (Crustacea) > 50.000 Arten!
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda) > 8000 Arten
Familie: Einsiedler (Coenobitidae, 500-800 Arten)
Landeinsiedler (ca. 16 Arten in 2 Gattungen):
- Gattung eigentl. Landeinsiedler (Coenobita spp. ca. 15 Arten)
- Gattung Palmendieb (Birgus latro, 1 Art)

Alle Einsiedler charakterisieren sich durch einen verhältnismässig kurzen, weichhäutigen Hinterleib den sie in unterschiedlichen Behausungen verbergen. In der Regel sind dies leere Schneckenhäuser, es dienen aber auch Muschel- oder Korallenstücke oder sogar diverser Plastikmüll als Behausung, falls es an passenden Schneckenhäusern mangelt. Eine Ausnahme bildet der riesige Palmendieb, der nur in seiner Jugend Schneckenhäuser benutzt. Das ausgewachsene Tier vertraut auf seine
enorme Größe, bzw. stösst er durch seine Ausmasse an die natürlichen Grenzen der Verfügbarkeit von entsprechend großen Schneckenhäusern...

Arten im Handel:
Es kamen bisher verschiedene Arten in den Handel.
Die einzelnen Arten sind mitunter sehr schwer zu unterscheiden (dazu
weiter unten mehr) und für die meisten Arten gibt es keine allgemein gültigen deutschen Trivialnamen.
Allerdings sollte ein seriöser Händler in der Lage sein, die Herkunft seiner Tiere zu nennen, was die Artbestimmung erleichtert.

Palmendieb:
Hin- und wieder wurden auf Terraristik-Börsen in der Vergangenheit auch Einzelexemplare des Palmendiebs (Birgus latro) angeboten. Sicherlich ist eine artgerechte Haltung, wenn überhaupt, nur dann möglich, wenn man ein komplettes Zimmer als Terrarium umbaut. Dem Kletterbedürfnis dieses Riesen kann aber auch dann kaum Rechnung getragen werden. Außerdem sollen Palmendiebe in der Lage sein mit ihren Scheren einen menschlichen Finger abzutrennen...immerhin können ausgewachsene Tiere mit ihren Scheren einen Druck von bis zu 90 kg/qcm erzeugen. zum Vergleich: der Mensch schafft mit seinen Beisswerkzeugen gerade mal um die 60 kg/qcm
Die Haltung dieser beeindruckenden und mit Abstand größten Art der Einsiedler sollte man also Zoo's (wo man sie leider sehr selten sieht) oder ausgesprochenen Spezialisten überlassen.
Der Zoologe Markus Kappler hat einen ausführlichen Artikel über den
Palmendieb verfasst:
Link: http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/palmendieb.html

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Im deutschen Handel werden zur Zeit hauptsächlich zwei verschiedene Arten angeboten. In der amerikanischen Literatur werden diese zwei Arten als Coenobita cypleatus (dort bekannt als Purple Pincher, auch kurz PP) und Coenobita compressus (Ecuadorian oder kurz E-Crab) geführt.
Die Tiere, die ich hier in Deutschland gesehen habe, lassen sich bisher auch diesen beiden Arten zuordnen.
Der Purple Pincher stammt urspünglich von der amerikanischen Küste und den karibischen Inseln. Coenobita compressus stammt, wie der Name sagt von der Küste in Equador.
Nun, wie lassen sich diese beiden Arten unterscheiden?

Coenobita Cypleatus - Purple Pincher

Namengebend für den US- Populärnamen ist die riesige, bordeauxrot, violett bis lila gefärbte linke Schere, mit der der PP sein Haus perfekt verschließen kann. Meistens hat die Schere eine etwas heller gefärbte Spitze.

Ein zweites Merkmal des PP sind die zahlreichen “Haare”, die er an seinen Extremitäten hat. Diese Haare nennt man “setae”. Sie wachsen nicht wie bei uns Menschen, sondern sie sind fest mit dem Exoskelett verwachsen und bei einer Häutung sind sie sofort vollständig vorhanden. Trägt der Krebs seine Aussenhaut schon länger, so erkennt man das auch daran, dass diese Haare deutlich abgenutzt und kürzer sind. Vermutlich dienen diese Haare dem Krebs als Sinnesorgane zum fühlen, tasten und wahrnehmen von Erschütterungen. Der C. cypleatus verfügt über sehr viel mehr dieser Haare als C. compressus.

Als nächstes Unterscheidungsmerkmal nehmen wir die Augen der Tiere:
Purple Pincher- Krebse haben ziemlich runde Augen, während der E-Crab eher längliche, leicht rechteckige Augen hat.

Auch die Körperform der beiden Arten ist unterschiedlich. C. cypleatus hat einen, im Querschnitt runderen Körper. Deshalb bevorzugt er auch Schneckenhäuser mit einer nahezu runden Öffnung.

 

Cypleatus Compressus - Ecuadorian Crab

Im Vergleich zum Purple Pincher zeigt der E-Crab eine ganz andereFärbung und Körperform. C. compressus variiert in der Färbung in verschiedenen orange- ocker- beige- braun- und grautönen. Die Spitzen der Beine und Scheren sind in der Regel dunkler gefärbt und die linke Schere ist nicht ganz so kräftig und ausgeprägt. Sie verschließen ihr Haus auch nicht nahezu ausschließlich mit der linken Schere, sondern mit mehrern Beinen.

Der Körper ist im Querschnitt flacher und etwas zierlicher. Auffallend sind zwei deutliche, dunkle Streifen am Kopf, hinter den Augen der Tiere.

Die Augen sind nicht rund, sondern länglich.

 

 

Das Schneckenhaus hat keine runde Öffnung, sondern eine längliche.

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